zur Navigation Inhalt überspringen Berg- und Wanderfreizeit Südtirol - 1984

Leitung: Willi Aneter
Geistliche Begleitung: P. Wilfried

Was der Toni als Hausvater mit seiner Familie uns schenkt ist eh unaussprechlich - von Grillpartys bis Führungen und Zitherspiel.

Gerade von den prächtigen Dolomiten-Bergerlebnissen der 34 Teilnehmer spricht diesmal einer seinen Eindruck aus, der das erstemal mit uns erlebt hat:

Mein langjähriger Freund und Bergkamerad Rudolf Pessl erzählte mir, daß er mit viel Freude und tief beeindruckt von den dabei erbrachten Leistungen und vorherrschenden Geist, schon einigemale bei Berg- und Schifreizeiten für Blinde mitbrachte. Davon angeregt, meldete ich mich heuer zur Wander- und Bergfreizeit in Innichen. Die Teilnahme war für mich in mehrfacher Hinsicht ein tief beeindruckendes Erlebnis.

Die von den Blinden und zum Teil stark Sehbehinderten hierbei erbrachten Leistungen, sowohl in physischer wie in psychischer Hinsicht, muß ich als alter, erfahrener Bergsteiger, der mit den verschiedensten Leuten zum Teil auch schon sehr schwierige Bergfahrten machte, höher einstufen als alles was ich bisher in den Bergen erlebte oder aus der Literatur weiß.

Herzerfrischend war für mich auch die so sehr spürbare Freude, Fröhlichkeit, Begeisterung, Dankbarkeit und nicht zuletzt gegenseitige Rücksichtnahme, mit der man zusammen war.

Ein besonderes Glaubenserlebnis stellte für mich als evangelischen Chisten die geistliche Betreuung durch Pater Wilfried dar, in die ich mich im echten ökomenischen Geiste glaubensbrüderlich eingebunden fühlte.

Als großen Gewinn dieser Tage empfinde ich die bewußte Abkehr von mir selbst und absolute Hinwendung zum Du, und um sich mitteilen zu können, ein so bewußtes Sehen und Hören in den Bergen, wie ich es bisher noch nicht kannte.

Nicht unerwähnt darf bleiben, daß man sich durch die liebevolle Obsorge des Ehepaares Brugger im Hause in jeder Weise wohl und geborgen fühlte.

Franz Huemer, Gmunden


Geführt von unsichtbarer Hand
kam ich her ins Dolomitenland
zur Ferienwoche der Blinden.
Ich fand nur mit dem Herzen Sehende.
Als Freund wurde ich empfangen
in ihre Reihen aufgenommen.
Allen danke ich für die Liebe.

Konrad T.