zur Navigation Inhalt überspringen Briefe, Gedichte und Sprüche 2008

Wandern können,
Auf- und Abstieg als Sinnbild eines bewegten Lebens erkennen,
zu dem immer Hoch und Tief gehören.

P. Stutz


Grußwort unseres Seelsorgers P. Wilfried:

Grüß Euch Gott, liebe Freizeitfreunde!

Ich hab's erlebt - und Ihr erlebt es immer wieder: Wie jede/r von allen Neuen sich sicher fühlt, weil er/sie in Achtung und Wertschätzung als der und die angenommen ist, der er/die sie ist. Da wird nicht gefragt nach Weltanschauung und Religion, was er oder sie denkt, sondern: Ob er/sie mit der Gemeinschaft für die spezielle Freizeit unterwegs sein möchte, sich einlassen und freuen kann an der Gruppe - beim Wandern, Tandemfahren oder Langlaufen. Und im Miteinander-Unterwegssein können alle, Blinde, Sehbehinderte und Sehende, ihre Begabungen einbringen, sich als wertvoll erfahren, miteinander fröhlich sein. So entsteht gegenseitige Wertschätzung trotz Verschiedenheit, wir alle sind Beschenkte!

Und immer wieder ergeben sich Gespräche... Viele bleiben Freunde fürs Leben!

Auch wenn ich nicht mehr mit Euch unterwegs sein kann, bin ich in Gedanken fest bei Euch! Und mein innigster Wunsch ist es, dass unsere Freizeiten weiterhin Blüte und Frucht bringen!

Euer P. Wilfried


Grußwort unseres Seelsorgers Pfarrer Franz:

Liebe Freunde!

In diesem Jahr bin ich in zwei neue Aufgaben hineingewachsen: in die Aufgabe, Pfarrer zweier Pfarren zu sein, nämlich von Sarleinsbach und Putzleinsdorf.

In beiden Pfarren ist sehr viel los. Es gibt ein aktives Pfarrleben, die Menschen sind bereit, sich zu engagieren, sie erwarten aber auch von ihrem Pfarrer, dass er die Aktivitäten unterstützt und mitträgt. So war dieses Jahr ein sehr anstrengendes Jahr für mich.

Ich habe aber auch sehr viel Wertschätzung erfahren. Die Menschen haben gezeigt, dass sie mich annehmen. Und allmählich wächst so etwas wie Beheimatung.

Wegen der vielfältigen Aufgaben kann ich nicht so oft für meine blinden Freunde da sein, wie ich es eigentlich möchte. Die "gewöhnlichen" Veranstaltungen mit Blinden, wie Wallfahrt, Adventfeier, Einkehrtag und Besuche bei blinden Freunden sind mir aber so wichtig, dass ich trotz meiner Aufgaben in den Pfarren als Blindenseelsorger für Blinde da sein möchte.

In diesem Jahr bin ich mit Menschen aus Sarleinsbach wieder dort gewesen, wo ich meine erste Bergwoche mit Blinden erlebt habe: im Ahrntal in Südtirol. Es ist jenes Fleckerl auf unserer schönen Erde, wo ich Pater Wilfried kennengelernt habe und wo er mich durch seine Herzlichkeit angesteckt hat und wo ich die Gemeinschaft, die zwischen Begleitern und Blinden spürbar war, als sehr wohltuend empfunden habe. Ich bin sehr dankbar für diese Erfahrungen, die ich damals und seither immer wieder machen durfte.

Schön war für mich auch eine Begegnung zwischen den Teilnehmern der Blindenwallfahrt am 29. Juni und den Menschen der Pfarre Putzleinsdorf. Da habe ich erlebt, wie schön es ist, wenn Blinde sich in eine Pfarrgemeinde, die vorwiegend aus Sehenden besteht, einbringen, und dann die Erfahrung von Angenommen-Sein deutlich spürbar wird.

Mögen wir uns gegenseitig diese Erfahrung schenken und diese Erfahrung auch machen dürfen, dass wir uns annehmen und dass wir angenommen sind.

Euer Franz Lindorfer, Blindenseelsorger


Gedichte und Sprüche

Eine frohe Hoffnung ist mehr wert als zehn trockene Wirklichkeiten.

Franz Grillparzer


Den tiefen Frieden über dem Land, den wünsche ich dir.

Aus Irland


Ein neues Leben kannst du nicht anfangen, aber täglich einen neuen Tag.

Thoreau


Wege gehen, die vor der Stille bestehen.
Dinge handhaben, als hätten wir sie nur geliehen.
Worte sagen, als wäre man noch eine Weile da.
Zeichen setzen, die befreiend über uns hinwegweisen.


Die Heiterkeit eines freundlichen Tages in dich einlassen,
den Sorgen ihren dunklen Platz zuweisen,
aber nicht alles durch sie überschatten lassen.
Sei gewiss: irgendwo in der Ferne oder in der Nähe
hat ein Mensch einen guten Gedanken für dich.

Spilling-Nöker


Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu sein!


In Berührung sein mit dem Leben - tastend, hörend, sehend.
In Beziehung sein mit meinen Nächsten - mitfühlend, achtsam, respektvoll.
In Verbindung sein mit aller Kreatur - suchend, staunend, dankend.

P. Stutz


Wo wir uns der Sonne freuen, sind wir jede Sorge los.

Goethe


Es liegt an uns, ob alles bleibt wie es ist.
Es liegt an uns, ob sich etwas ändert in der Welt von heute.


Nimm dir Zeit, um glücklich zu sein. Zeit ist keine Schnellstraße zwischen Wiege und Grab, sondern Platz zum Parken in der Sonne.

Phil Bosmans


Gottes Segen sei mit dir wie der leichte Hauch des Windes im Frühling
und der aufrüttelnde Sturm im Herbst;
wie die zarte farbige Blüte einer Blume und der feste Stamm eines alten Baumes.
Gottes Segen sei mit dir - für dich nicht zu fassen und dir doch ganz nah.


Füße suchen den Weg ...
Hände tasten nach Halt ...
Schultern ermüden unter der Last ...
Und doch ... sag ich ja: zu Kraft und Grenze - und lebe, und lebe.

A. Schwarz


Das richtige Wort, die richtige Geste im rechten Augenblick möge dein Herz öffnen,
möge deine Seele singen lassen,
damit dein Tag gesegnet sei vom Aufgang der Sonne bis tief in die Nacht.


Einer, der uns nüchtern nach unserem Woher und Wohin fragt -
und uns sehr gegen unseren Willen dahin zurückschickt, wo wir eben davonlaufen wollten,
kann ein Bote Gottes, ein Engel sein.

Sören Kirkegaard


Was das Leben ausmacht, sind nicht nur die Ziele, sondern die Wege zum Ziel.



Wir wissen, wie sich das Licht bricht, aber das Licht bleibt ein Wunder.
Wir wissen, wie die Pflanze wächst, aber die Pflanze bleibt ein Wunder.
So ergeht es uns mit allen Dingen auf dieser Welt: wir besitzen viele Kenntnisse,
doch die Schöpfung bleibt ein Wunder.

A. Schweitzer


Manchmal möchte ich dein Engel sein:
Ich möchte dich stärken, wenn du schwach bist,
dich tragen, wenn du dich auf unsicherem Boden bewegst,
und hinter dir stehen, damit dir niemand in den Rücken fällt.
Ich möchte dich trösten, behutsam und sacht,
und aufmerksam sein auf jedes Wort deiner Klage.
Auf dem Weg der Wandlung von der Trauer hin zum zarten Aufkeimen neuer Hoffnung
würde ich dich gerne begleiten.
Manchmal möchte ich dein Engel sein
und dir das Tor öffnen zu einer Welt, reich an Freude und Frieden!

Spilling-Nöker

Mit diesem Text wünsche ich uns, dass wir immer wieder solch einem Engel in Menschengestalt begegnen, dass wir spüren dürfen, wir sind nicht allein!
Viel Gutes und Gottes Segen - bis zum nächsten Jahr!

Ein herzliches Danke allen, die mitgeholfen haben, dass unsere Wochen wieder als Wochen der Begegnung, der Freude und des Miteinander erlebt werden konnten! Auf eine weitere gute Zusammenarbeit freut sich

Eure Christl


Nichts ist vergebens, alles hat Sinn - die Grenze des Lebens ist erst der Beginn.

In Liebe und Dankbarkeit denken wir an Horst Bechler, Bernhard Feigl, Anton Hartig und Marianne Penz, die uns vorausgegangen sind in Gottes Freude und Licht.