zur Navigation Inhalt überspringen Wander- und Kulturwoche in Wien vom 10. bis 17. Juni 1995

Am Samstag, den 10. Juni 1995, reisten die Teilnehmer an und wurden am Bahnhof freundlich empfangen. Mit dem PKW ging es weiter zum Quatier, dem idyllisch gelegenen Bildungshaus Schloß Neuwaldegg. Nach dem Abendessen lernten sich Teilnehmer und Begleiter in einer Vorstellungsrunde auf der grünen Wiese kennen. Bei einem kleinen Waldspaziergang beschlossen wir, den Abend mit einem Glas Heurigen bei "Luise" ausklingen zu lassen.

Am Sonntagvormittag fuhren wir in die Wiener Innenstadt. Unser Weg führte über den Graben zur Peterskirche. Um 12 Uhr hörten wir mit vielen anderen Touristen das Orgelspiel der Ankeruhr. Anschließend verzehrten wir unsere Lunch-Pakete am Kai - gewürzt mit einem kräftigen Regenguß. Um 14 Uhr gingen wir in den Stefansdom, wo wir vieles mit unseren Händen betrachten durften. Ein besonderes Erlebnis war für uns der kurze Aufenthalt auf der Aussichtsplattform. Es war sehr interessant, die Geräusche der Großstadt aus schwindelnder Höhe wahrzunehmen. Am Nachmittag erlebten wir das Wiener Flair hautnah bei einem Gang durch die innere Stadt über die Kärntnerstraße zur Oper. Am Abend saßen wir noch gemütlich bei "Luise" zusammen.

Am Montag marschierten wir vormittags durch Grinzing und fuhren anschließend auf den Kahlenberg. Dort besichtigten wir eine Kapelle, die anläßlich des Sieges über die Türken 1683 errichtet worden war. Durch den Wald ging es zum Lepoldsberg und zurück. Am Cobenzl hatten wir in einem kleinen Tierpark viel Freude an den zutraulichen Tieren. Über die Jägerwiese führte uns der Weg zurück zum Quartier. Am Abend staunten wir beim "Schnitzelwirt" über die riesigen Fleischportionen, die kaum jemand bewältigen konnte.

Am Dienstag ging es vormittags zum Schloß Schönbrunn. Der Park mit seinem imposanten Brunnen und den herrlichen alten Bäumen beeindruckte uns sehr. In der Wagenburg betasteten wir einige Prunkkutschen, was uns jedoch bald von der Aufsicht verwehrt wurde. Am Nachmittag trennte sich die Gruppe und abends ging es gemeinsam in die Kammerspiele zur Komödie "Die spanische Fliege". Der Tag klang zwei Stockwerke unter der Erde beim Stadtheurigen im 12-Apostel-Keller aus.

Der Vormittag am Mittwoch war ausgefüllt mit einer sehr interessanten Führung durch die Porzellanmanufaktur Augarten. Wir konnten einzelne Stücke in den unterschiedlichen Stadien ihrer Entstehung abtasten und erfuhren etwas von der Kunst, gutes Porzellan herzustellen. In der Mittagszeit schwelgten wir in den herrlichen Verrücktheiten und nie langweiligen Einfällen im Hundertwasser-Kunsthaus. Den verregneten Nachmittag verbrachten wir im Prater und drehten eine Runde mit dem weltberühmten Riesenrad. Nach dem Stelzen-Essen im Schweizerhaus empfanden wir die ruhige Lage unseres Quartiers als besonders wohltuend.

Am Donnerstag führte uns der Weg noch einmal in die Wiener Innenstadt durch die Herrengasse, die Ringstraße und auf die Stadtmauer. Das Foyer eines Patrizierhauses, Mozart's spielende Straßenmusikanten und das Abtasten einer Fiakerkutsche waren weitere Eindrücke an diesem Vormittag. Nachmittags trennte sich die Gruppe für einige Stunden. Wir durften bei einem Museumsbesuch die faszinierende Größe von Bär, indischem und afrikanischem Elefanten und Grönlandwal bestaunen. Danach spazierten wir durch die Anlage der Wiener Hofburg. Bevor wir im Wienerwald zu Abend aßen, machten wir noch einen Kurzbesuch in der Karlskirche.

Am Freitag kam die "Wanderwoche" nochmals zu ihrem Recht. Durch Morast und Gestrüpp stolperten wir im Wald herum. Möglicherweise hat auch dies einigen Teilnehmern gefallen. Die Mittagsrast auf einer sonnigen Waldwiese entschädigte für so manches.
Der Nachmittag stand zur freien Verfügung und ab 18 Uhr traf man sich zu einem gemütlichen Beisammensein. Wir aber besuchten mit zwei anderen Teilnehmern ein Konzert der Wiener Philharmoniker im Konzerthaus.

Am Samstag, dem 17. Juni, fuhren wir mit schwerem Koffer und vielen neuen Eindrücken und Erlebnissen nach Hause. Wir danken den Organisatoren und Begleitern für ihr Engagement und wünschen für weitere ähnliche Veranstaltungen viel Erfolg.

Petra und Josef Joas