zur Navigation Inhalt überspringen Bergwandern in Imst/Tirol mit evtl. einem Thermen-/Saunatag - 2009

Seit 2003 nehme ich regelmäßig an den anspruchsvolleren Bergwanderwochen der Blindenfreizeiten P. Lutz teil. So war ich je viermal in Innichen und St. Martin, einmal in Berchtesgaden und seit 2007 bin ich regelmäßig in Imst mit dabei, so auch in diesem Jahr vom 11. bis 18. Juli.

Auch diesmal führten die Touren durch sehr reizvolle, alpine Landschaften und der Wettergott war meistens gnädig zu uns [im Heft: war uns meistens freundlich gesinnt].

Christl Raggl, die die Woche leitete, hatte sich wieder lange und anspruchsvolle Touren ausgesucht, die viel Konzentration sowie eine gute Kondition und Trittsicherheit erforderten. Oftmals musste man auch die Hände benutzen, um beispielsweise über einen Felsen zu klettern oder sich an einem Stahlseil oder einer Kette entlangzuhangeln. Ziele waren unter anderem der Rietzer Grieskogel (2884 m), der Gamskogel (2813 m) und der Muttekopf (2774 m). So bewältigten die ca. 30 TeilnehmerInnen der Bergwanderwoche bei sechs Touren 5240 Höhenmeter auf oft schwierigen, schmalen Steigen.

Sehr beeindruckt haben mich - wie bei allen Blindenfreizeiten - die Disziplin, die Hilfsbereitschaft sowie das vertrauensvolle Miteinander und die angenehmen Umgangsformen innerhalb der Gruppe.

Großes Lob und viel Anerkennung gebührt allen sehenden Freunden, ohne deren Geduld, Verständnis und Hilfe es nicht möglich wäre, dass blinde und sehbehinderte Bergwanderer auf die schönen Berggipfel gelangen könnten.

Johanna Riedl, blind


Da ich vor dieser Woche in Imst nie etwas mit Blinden zu tun gehabt habe, war ich am ersten Abend sehr unsicher und wusste nicht wie ich mich diesen (noch) fremden Menschen gegenüber verhalten sollte. Aber schon im Laufe des Abends und des nächsten Tages fühlte ich mich in die wunderbare Gruppe aufgenommen, in der mich am meisten das gegenseitige Vertrauen beeindruckt hat, das von Anfang an auch zwischen Menschen da war, die sich davor noch nie getroffen hatten.
Für mich war nicht nur das Bergwandern mit Blinden neu, sondern überhaupt so hoch oben in den Bergen zu sein. Beides war ein so schönes Erlebnis, dass ich gerne wiederkommen werde.

Anna W., sehend