Bergsteigen in Toblach / Südtirol vom 12. bis 19. September 2026
Wir waren bei der diesjährigen Bergwoche in Toblach eine bunt gemischte Gruppe aus jungen und älteren, neuen und langjährigen TeilnehmerInnen. In den ersten beiden Tagen konnten wir uns bei mittleren Touren gut eingehen, untereinander kennen lernen, und es entwickelte sich eine großartige Gruppendynamik.
Die Anreise erfolgte selbstständig mit Öffis oder privaten PKWs. Es wurde bei der Anreise nach Südtirol im Zug schon viel gelacht, und auch beim Umsteigen haben wir super zusammengeholfen, damit niemand verloren geht. Um unseren Anschlusszug in Innsbruck zu erwischen, haben wir uns perfekt abgesprochen. Jede/r hatte seine Position, ob Vorläufer, Kofferträger oder Begleiter, doch die Wartezeit auf den nächsten Zug ist uns dann nicht erspart geblieben.
Am ersten Abend gab es eine Einführung von Ursula und Franz über den organisatorischen Ablauf und eine lustige Vorstellungsrunde. Es waren anspruchsvolle und wunderschöne Touren, die unsere beiden Gruppenleiter für uns ausgewählt haben: Trittsicherheit und gute Kondition waren eine wichtige Voraussetzung.
Das Highlight der Woche: die Morgenkopfumrundung mit Mittagspause unterhalb des Gwengalpenjochs mit bestem Blick auf die gegenüberliegenden Drei Zinnen. Um den Aussichtspunkt zu erreichen, wurden wir davor bei einer Schüsselstelle durch einen Kamin beim Hochklettern noch etwas gefordert. Danach folgten unsere Fotosessions mit den Drei Zinnen im Hintergrund. Die Tour auf die Öfenspitze mit dem ersten Gipfelkreuz in dieser Woche und topp Wetter war ebenso sehr besonders. Dort konnten wir bei der Gipfeljause richtig Sonne tanken. Am nächsten Tag beim Aufstieg zum Golfen haben wir wieder unsere Geschicklichkeit gezeigt und kletterten zwischen Zäune durch oder oben drüber. Bevor es wieder bergab ging, haben wir uns am Gipfel mit einem "Gute Laune Tanz" von der Kälte erwärmt. Unsere leidenschaftlichen Pilze-, Beeren- und Kräutersammlerinnen konnten sich beim Abstieg dieser Tour richtig austoben.
Das Hotel und die Verpflegung der Familie Stauder sind absolut spitze. Die Abende haben wir mit gemütlichen Gesprächen, Durchblättern der Fotobücher aus den Vorjahren oder lustigen Kartenspielrunden ausklingen lassen.
Das Wetter war die ganze Woche beständig, und durch unseren Zusammenhalt haben wir trotz unerwarteter Situationen (Verletzung einer Begleiterin, einen Autoschaden) die gemeinsame Zeit in den Bergen richtig genießen können. Vielen Dank an Ursula und Franz, die in solchen Momenten viel Ruhe ausstrahlen. Die beiden sind das Herzstück der Gruppe und ein eingespieltes Team, der Zusammenhalt unter den beiden überträgt sich auf alle.
Die Bergwoche 2026 in Südtirol war für alle sehr besonders. Die langjährigen TeilnehmerInnen freuten sich sehr über den Zuwachs und alle Neuen waren von der herzlichen Aufnahme sehr berührt. Diese Woche hat gezeigt, dass es völlig egal ist, ob sehend oder blind, ob alt oder jung, ob groß oder klein, ob ruhig oder gesprächig, jede/r ist willkommen und hatte einen Platz in der Gruppe.
"Ich kann nicht lange bleiben", flüstert der Glücksmoment. "Aber ich lege dir eine Erinnerung ins Herz!" (Autor unbekannt)
Ursula St., sehend