zur Navigation Inhalt überspringen Wanderfreizeit Schwarzwald - 7. bis 16. September 1985

Am Samstag, den 7. September im Mozartexpress begann es. Da trafen sich die ersten Oberösterreicher, Waldviertler, Burgenländer und Salzburger. Als wir vom Autobus ausstiegen, wurden wir von unseren deutschen Freunden herzlich empfangen.

Es wurde eine bunt gemischte Gruppe: Omas, Opas, Vater, Mutter, Kind und Enkerl - alles war dabei - eine komplette Familie!

Mit Sonne starteten wir bereits am Sonntag zwischen Frühstück, Messe, Mittagessen, Kaffeejause und Jause zu einer dreistündigen Aufwärmtour. Nach diesem kräftigenden Sonntag waren wir am Montag bereit für die erste größere Tour. Wir marschierten zu den Allerheiligen-Wasserfällen. Strahlende Sonne, kleine romantische, von Laubwäldern gezierte Waldsteige, Täler mit erfrischenden Bächen und Schafen erfreuten uns am Weg. Besonders beeindruckend wirkten auf uns die Wasserfälle, die Kraft, mit der das Wasser über die Steine brauste und diese formt. Die Wanderfreudigsten unter uns legten den 10 km langen Rückweg nach Oppenau auch wieder zu Fuß zurück, was ja an diesem strahlenden Tag ein Genuß war.

Daheim hatten Lenchen und Agnes schon gut für uns gesorgt. Sie waren unsere guten Seelen, die ständig besorgt waren um unser leibliches Wohl. Zusammen mit Hildegard, die uns mit von daheim mitgebrachtem Kuchen erfreute, schafften sie es bei manchen, ein paar Kilo zuzusetzen.

Eine Wanderung zum Mummelsee gestaltete unser Dienstagprogramm. Ein Einheimischer machte uns an diesem Tag besonders aufmerksam auf das sichtbar zunehmende Waldsterben im Schwarzwald.
Am Abend bot uns Albin die Gelegenheit, unser Tanzbein zu schwingen. Er spielte uns auf seiner Ziehharmonika und verhalf uns zu einer fröhlichen Stimmung. Jung und Alt - alle tanzten!
Am Mittwoch feierten wir das Fest Maria Namen mit einer Messe mit Herrn Pfarrer Fackler von Oppenau. Am Nachmittag waren wir bei Elisabeths Eltern auf dem Bauernhof eingeladen. An Wiesen, Feldern und Wäldern vorbei führte uns der teilweise recht romantische Weg hinauf zum Bauernhaus der Familie Huber. Im Freien genossen wir Brot, Speck, Bauernbutter, Wurst, Kirschwasser und Kartoffelschnaps, ja, wir wurden reichlich bewirtet und nett aufgenommen.

Elisabeth und Bernhard, neben Albin zwei weitere Musikanten, sorgten wie die ganze Woche auch an diesem Tag für die musikalische Umrahmung. Wir sangen und horchten und spazierten schließlich wieder heim durch den spätsommerlich leuchtenden Tag.
Am Donnerstag verbanden wir eine Kegelpartie mit einer Wanderung. Sowohl Blinde als auch Sehende bekämpften sich beim Spiel. Es war ein lustiger Nachmittag.
Unsere letzte größere Wanderung führte uns über Wiesen und Wälder nach Bad Griesbach. Nach einer dreistündigen Wanderung hatten die einen Lust auf ein Mineralbad in Griesbach, die anderen sorgten für ihr Wohl in einem Gasthaus bei Kaffee und Kuchen.
Eine Fahrt nach Straßburg bot sich am Samstag, so nützte ein Teil unserer Gruppe die Gelegenheit, das nahegelegene Frankreich zu besuchen.
Das Grillfest mit Erna und Familie, die aus Heidelberg zu Besuch kamen, war uns eine besondere Freude. Albin spielte wieder auf der Ziehharmonika für die Tänzer, Bernhard auf der Gitarre und die Restlichen stimmten fröhlich ein in den Gesang. Da es ein milder Abend war, fand das Fest vor der Hütte, also im Freien statt.
Am Sonntag sollst du ruhn - demnach gestaltete sich auch das Wetter: es regnete - unser einziger Regentag übrigens. Doch beim Schnapsen, Mühle und anderem Kartenspiel blieben wir trotzdem guter Laune.

Die ersten, besonders die deutschen Gäste, brachen an diesem Tag schon auf, unsere Gruppe wurde spürbar kleiner.

Ein herzliches Danke an Rosa und Hildegard Becker, die dafür gesorgt haben, daß wir uns in jeder Hinsicht wohl fühlten.

Maria Hinterberger, Oberösterreich (sehend)

Leitung: Rosa und Hildegard Becker
Geistliche Begleitung: Pfr. Fackler, Oppenau