zur Navigation Inhalt überspringen Bergwandern in Imst - 2002

Ein blau strahlender Himmel und Sonnenschein im Herzen begleiteten mich auf die Bergwanderwoche in Imst, im schönen Tirol, wo stolze Bergeshöhen schon warteten. Es sind sechs Jahre vergangen, da ich das letzte Mal dabei war. Für mich sind bei der Ankunft schon einige Erinnerungen hoch gekommen. Trotzdem war es ein Neubeginn, die Berge wieder einmal mit Blinden zu erleben. Gleich fühlte ich mich frei und fröhlich bei dieser kleinen , doch gemütlichen Gruppe freudiger Berggeher. Und das war auch wichtig, die Freude und Lust auf das Berggehen nicht zu verlieren, denn Christl stellte hohe Ziele an uns. Das Wetterkreuz zu besteigen war für viele eine Herausforderung. Doch am nächsten Tag kündigte sich schon der Pirchkogel mit seinen 2828 m an - mit seinen harten Steinplatten, die oft nur mit Händen und Füßen gleichzeitig zu überqueren waren. Und doch gelangte jeder unserer Gruppe ans Ziel. Das "Bergheil" beim Gipfelkreuz war etwas Überwältigendes! Da hatten wir uns wohl unsere Jause und später das Käsknödel - Abendmenü hart verdient.

Die Sinnesjoch - Wanderung wurde zwar als Ausrasttour bezeichnet, war aber trotzdem ein steiler "Hatscher" über teilweise schottriges Gelände. Weniger anstrengend war die Tour am nächsten Tag - trotz der 1000 Höhenmeter! Ein atemberaubender Blick hinunter ins Inntal belohnte uns, der kühle leichte Wind war ein einmaliger Genuss! Am letzten Tag feierten wir gemeinsam auf einer Almwiese unseren Abschlussgottesdienst. Schlicht, schön und innig mit der Bergwelt verbunden, schenkte uns Stefan zu Herzen gehende Worte, die ich noch oft im Alltagsleben weitertragen werde. In unserer Mitte war viel Freude, Staunen, Dank für so vieles, das uns diese Woche geschenkt worden ist.

Die vielen Höhenmeter, begleitet von Sonnenschein, waren kleine Schritte unseres Weges. Jede Blume, der wir begegnet sind, war für mich ein herrliches Licht, das mich neu mit Kraft erfüllte und jeder Mensch eine Oase, die die Einsamkeit vertrieb. So habe ich wieder neu gespürt: erst durch Blinde werde ich sehend.

Darum: möge die Straße uns zusammenführen und der Wind in deinem Rücken sein ... bis wir uns dann wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand ...

Veronique, sehend