zur Navigation Inhalt überspringen Kultur- und Wanderwoche in Innsbruck - mitten in den Alpen - 2013

Heuer führte uns Heinz Kellner bei seiner überaus beliebten Kultur- und Wanderwoche ins schöne Land Tirol nach Innsbruck.

Wir waren diesmal eine überschaubare Gruppe von 25 Personen. Es freute uns sehr, dass wir bei unseren täglichen Aktivitäten besonders oft von Tirolern begleitet wurden. Dazu zählten Christl Raggl und ihr Mann Karl sowie Peter Beiser mit Waltraud. An den Abenden bekamen wir immer wieder Besuche von vielen lieben Bekannten, die in Tirol zu Hause sind.

Der Höhepunkt dieser Woche war der Besuch in der Glockengießerei Grassmayr. Wir erfuhren, wie aufwändig es ist eine Glocke herzustellen und es viel handwerkliches Geschick sowie Erfahrung benötigt, um den optimalen Ton zu erzeugen. Klang ist nicht nur hörbar, sondern auch fühlbar - wie wir selber spüren konnten, indem wir einen Finger ins Wasser einer umgedrehten Kirchenglocke hielten, die mit einem Schlägel angeschlagen wurde - die Schwingungen im Wasser spürten wir als Kribbeln in unseren Fingern.

Einige von uns durften sich in eine riesige Klangschale stellen und konnten dadurch im ganzen Körper den Klang wahrnehmen.

Wir besichtigten die mittelalterliche Stadt Hall und bestiegen den markanten Münzturm. Als persönliche Erinnerung an Hall konnten wir selber Gedenkmünzen prägen und erhielten dazu ein Zertifikat in Blindenschrift. Zum Abschluss verzauberte uns eine Märchenerzählerin. Zum besseren Zuhören bekamen wir Sternenstaub auf unsere Köpfe, der seine Wirkung nicht verfehlte - wir waren alle von der Geschichte gefesselt.

Auch zwei Tiroler Schützen stellten sich bei uns vor und berichteten von den Aufgaben des traditionellen Schützenwesens, das es in dieser Form nur in Tirol gibt. Wir durften die markante Schützentracht mit vielen Bekleidungsbesonderheiten wie Ranzen, Schärpe und Säbel angreifen und den hohen Walkhut mit einer Adlerfeder aufsetzen.

Über das Wirken der heiligen Notburga - eine Bauernmagd, die eine sehr populäre Volksheilige und zugleich einzige Heilige in Tirol ist, wurde uns bei einem Vortrag mit stimmiger musikalischer Umrahmung am Hackbrett und mit Gitarre sehr anschaulich berichtet.

Wir genossen die herrliche Natur bei Wanderungen entlang des Flusses Sill mit Schautafeln in Blindenschrift und erfrischendem Kneipp-Wasserbecken sowie auf den Hochplateaus in und um Innsbruck beim "Höttinger Bild" und im sogenannten Mittelgebirge.

Viele Sehenswürdigkeiten von Innsbruck haben wir erkundet - Bergisel, Goldenes Dachl, Hofkirche, Dom, Einsiedelei im Kapuzinerkloster sowie das neue Klangmuseum "Audioversum" und die Schnitzwerkstatt eines Mesner waren sehr interessant.

Aus dieser Urlaubswoche mit unserem Heinz haben wir eine sehr große Fülle an verschiedensten Eindrücken und netten zwischenmenschlichen Begegnungen mitnehmen dürfen. Alle TeilnehmerInnen haben es einfach nur genossen, so viel Neues zu erleben und sich dabei selber nicht um die Organisation kümmern zu müssen. Ein großes DANKESCHÖN an dich, lieber Heinz, für deine vorbildliche Leitung!

Allen sehenden TeilnehmerInnen sei gedankt für die herzliche und umsichtige Begleitung während der gemeinsamen Tage.

Norbert D., blind und Ingrid H., sehend