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zur Navigation Inhalt überspringen Kulturwoche - Graz erwartet uns wieder vom 23. bis 30. Juli 2022

Eindrucksvolle Vielfalt der Steiermark mit Graz

Mit großer Freude haben 22 Personen die diesjährige Einladung von Heinz Kellner in die steirische Landeshauptstadt Graz angenommen. Im Exerzitienhaus der Barmherzigen Schwestern waren wir gut untergebracht. Aufgrund der eingeschränkten Verpflegungsmöglichkeit konnten wir das kulinarische Angebot verschiedenster Grazer Lokalitäten genießen.

Den Sonntagsgottesdienst in der nahegelegenen Marien-Pfarre haben wir tatkräftig mitgestaltet, und Heinz hat über die Entwicklung des Christophorus-Segens in Österreich berichtet, der von seiner Heimatpfarre ausgegangen ist. Am Freitag feierten wir eine stimmungsvolle Dankesmesse mit unserem geschätzten Blindenseelsorger Gottfried Auer in der bekannten Wallfahrtskirche Maria Trost.

Besonders beeindruckt hat uns die anschauliche Führung im weltweit größten Schlüsselmuseum - nach dem erfolgreichen Öffnen eines zigfach gesicherten Tresors erwartete uns ein süßer Schokoschatz als Belohnung! Und den mannigfaltigen Schokoladevariationen beim Rundgang durch die Zotter-Produktion konnten wir natürlich nicht widerstehen.

Dem beschwerlichen bäuerlichen Alltag unserer Vorfahren konnten wir im Freilichtmuseum in Stübing eindrucksvoll nachspüren. Die vergangenen Zeiten der Adeligen wurden uns auf der mächtigen Riegersburg gezeigt. Hingegen bis heute aktiv ist die fürstliche Residenz des Bischofs auf Schloss Seggauberg. Hier übernahm Heinz die ehrenvolle Aufgabe, die größte historische Glocke der Steiermark anzuschlagen. Im stattlichen Weinkeller stärkten wir uns mit Bischofswein und Schmölzi, einer Eierspeis mit Kernöl.

Das Wahrzeichen von Graz, den Schlossberg mit Uhrturm und der Glocke Liesl, haben wir auch gesehen sowie die Innenstadt bei einer Stadtführung kennengelernt und die Rundfahrt mit der Straßenbahn genossen. Unterschiedlichste Kunstwerke konnten wir im Skulpturenpark begreifen.

Geselliges Highlight war, dass Franz uns mit seiner Gitarre und Gesang erfreut hat, alle gemeinsam haben wir mit seiner musikalischen Begleitung gesungen. Gotthard hat uns die von ihm noch immer gelebte Familientraditon der Lebzelterei näher gebracht und für uns kunstvolle Lebkuchen-Gebilde gebacken.

Am wichtigsten war für uns, dass wir miteinander Zeit verbringen und die Freundschaften pflegen konnten, die im Rahmen der zahlreichen Urlaubswochen entstanden sind, die Heinz in den vergangenen vier Jahrzehnten durchgeführt hat. Wir können nachvollziehen, dass dies die letzte Kultur- und Wanderwoche war, die Heinz organisierte. Zugleich fassen wir es derzeit noch nicht wirklich, dass es kein Wiedersehen in dieser Form gibt.

Umso mehr ist es uns ein großes Anliegen, dass wir uns bei unserem überaus geschätzten Heinz für die vielen beeindruckenden Urlaubstage in netter Gesellschaft bedanken, die er uns durch seinen unermüdlichen Einsatz ermöglicht hat. Viele wunderbare Begegnungen werden uns für immer in Erinnerung bleiben.

VERGELT'S GOTT für alles, lieber Heinz!

Angelika und Georg M., blind und Ingrid H., sehend