zur Navigation Inhalt überspringen Almrauschblüte in Hüttschlag im Nationalpark Hohe Tauern - 2010

Wir (mein Gatte Franz und ich) waren schon bei einigen Blindenfreizeiten dabei, nun also zum ersten Mal in Hüttschlag.

Am Samstag wurden wir nach einer etwas umständlichen Anfahrt sogleich von unseren Gastgebern Werner und Anni herzlich beim Hüttenwirt empfangen. Später Ankommende wurden außerdem von einem Gewitter begrüßt. Trotz Baustelle fühlten wir uns spätestens nach dem köstlichen reichlichen Abendessen wohl in dem altehrwürdigen Gasthaus im Zentrum der auf ca. 1000 m Seehöhe gelegenen kleinen Gemeinde.

Am Sonntag hat Werner nach dem Gottesdienstbesuch zum Eingehen eine gemütliche Wanderung auf einer Forststraße zur Hirschgrubenalm ausgesucht. Tags darauf wurden wir auf dem Weg zur Harbachalm vom Regen ordentlich eingeweicht. Dafür war es in der Hütte umso gemütlicher - wir wurden, während unsere Sachen bei der heimeligen Holzofenwärme trockneten, mit einer reichhaltigen, mit Blumen wunderschön dekorierten Jausenplatte entschädigt. Später erfuhren wir bei einem Abstecher Richtung Talschluss vom Almbesitzer Interessantes über die Bergbauvergangenheit des Ortes, er zeigte uns auch Kupfererz.

Die folgenden Tage hielt das Wetter halbwegs und war eigentlich ideal zum Wandern. Es herrschten während der ganzen Woche wechselnde Wetterverhältnisse, folglich war das ein ständiges An- und Ausziehen von Kleidungsstücken.

Die Wege zu den Almen waren großteils nicht schwierig zu begehen, was mir sehr entgegenkam. Ich musste nicht andauernd auf den Boden starren und konnte die Landschaft genießen, teils seltene Pflanzen betrachten, Weidetiere beobachten ohne zu stolpern. Die Natur- und Kulturlandschaft ist hier noch recht ursprünglich, weshalb ein Teil von Hüttschlag auch zum Nationalpark Hohe Tauern gehört. Die Almhütten sind auch noch uriger als in anderen Gegenden, aber zum Leidwesen unserer bayrischen TeilnehmerInnen nur noch selten mit dem früher üblichen Plumpsklo ausgestattet.

Wir erwanderten im Lauf der Woche einige Almen und erlebten am Talschluss einen tosenden Wasserfall. Einige von uns legten am Mittwoch einen Wellnesstag wegen des Regens ein.

Auf den anstrengenden Donnerstag folgte ein lustiger Abend mit einigen Einheimischen. Die "Mitzi" erzählte Witze, dazwischen wurde musiziert und gesungen. Auch von uns Gästen entpuppten sich einige als begabte Witzerzähler.

Der Abschlussabend kam wie immer viel zu schnell - es wurde zu Recht Dank gesagt für die schöne, unfallfreie Woche. Sie war wunderschön und entspannend - meine Erwartungen wurden voll erfüllt. Also wird es bestimmt einmal ein Wiedersehen mit Anni, Werner und den anderen guten Geistern im erweiterten, noch komfortableren, gastlichen Hüttenwirt geben. Immerhin warten im Tal der Almen, wie das Großarltal auch genannt wird, noch sooo viele Hütten auf unseren Besuch.

Petra H., sehbehindert