zur Navigation Inhalt überspringen Bergsteigen in Altmünster im Salzkammergut - 2014

Ursula und Franz schrieben heuer eine Freizeit im Salzkammergut mit Quartier in Altmünster am Traunsee aus und gleich vorweg: Es war große Klasse!!!

In einer Volksweise wird das Salzkammergut als Perle Oberösterreichs besungen, und durch die bravouröse Leitung von Ursula und Franz gerieten diese Tage in der Perle Oberösterreichs für die allesamt sympathischen und stets gut gelaunten TeilnehmerInnen zum Diamanten.

Franz verkündete die Tourenziele immer mit sehr guten Tourenbeschreibungen und führte die Gruppe in kommodem Tempo an. Wenn er mal den Weg freigab, dann nicht ohne zu sagen, wo zusammengewartet werden solle. Gerannt und überholt wurde nur, wenn es sinnvoll war und niemand dadurch ausgebremst wurde. Die Position direkt hinter Franz schien manchmal sehr begehrt zu sein.

Die Berge sind zwar nicht allzu hoch, aber Höhenmeter lassen sich trotzdem sehr gut sammeln. Wetterbedingt mussten wir uns mit 5.350 Höhenmetern begnügen, welche durchaus über so manch anspruchsvolle Passagen führten, sehr zu unser aller Freude!

Unsere Ziele waren Mahdlgupf und Schoberstein, das Jagaköpfl, der von einer tragischen Sage umwobene Erlakogel, der Kalmberg, die Zimnitz und die Hochsteinalm.

Alle diese Wanderungen waren gut ausgewählt, wunderschön und ein reiner Genuss.

Viele neue sehende TeilnehmerInnen wurden in die Künste des Begleitens und der Unterstützung beim Frühstücksbuffet eingewiesen und es wäre schön, wenn diese die Lust verspüren würden, das eventuell unter Mühen neu Erlernte wieder anzuwenden.

Der Beweis, dass sich Disziplin und Spaß nicht gegenseitig ausschließen, wurde die ganze Woche über geliefert, denn sowohl am Berg als auch im Tal herrschte immer Frohsinn und es wurde viel gelacht. Alles verlief sehr harmonisch.

Edith, Uschi und Hubert erhielten Bergkreuze für deren jeweils dritte Teilnahme an Blinden-freizeiten und hoffentlich kommen sie noch oft zu Freizeiten, denn für die heitere Stimmung sind sie maßgeblich mitverantwortlich! Wer würde uns außerdem sonst für den Abstieg mit so feinen selbst hergestellten Schnäpsen stärken!?

Mich faszinieren immer die verschiedenen Dialekte der TeilnehmerInnen und mit der Zeit werden die Sprachfärbungen zusehends verständlicher und teils beinahe schon vertraut. Doch so sympathisch alle Dialekte sind, meine Bitte an Ursula: Es ist wunderschön, dass Du in Oberösterreich glücklich bist, aber behalte bitte Deinen Tiroler Dialekt!

Für den Abschlussabend am Freitag engagierte Hubert die Musikgruppe, bei der er selbst Schlagzeug spielt. Seine Idee war sehr gut, denn es war eine richtige Gaudi, ein würdiger Abschluss dieser Bergwoche, und leider, wie die gesamte Woche, viel zu schnell vorbei!

An dieser Stelle nochmals Danke an Ursula und Franz für die gute Organisation dieser Freizeit und für Eure ruhige lockere Art, Hektik oder Stress kam nie auf, und an alle BegleiterInnen, die uns erst ermöglichten, die Wanderziele zu erreichen.

Mein Blut geben, wie es in der anfangs erwähnten Volksweise heißt, würde ich nicht unbedingt, aber weitere Aufenthalte im Salzkammergut wären sicher nicht nur mir sehr viel wert.

Allen TeilnehmerInnen wünsche ich viel Erfolg, Freude und Duchhaltevermögen beim Begehen bekannter und neuer Wege, nicht nur in den Bergen, und dass die Ziele nicht zu weit sind und für Träume Zeit bleibt. Mich würde es freuen, Euch wieder zu treffen, wann und wo auch immer. Eine gute Zeit Euch allen, Servus, Pfüat Eich Gott und Auf Wiedersehen!

Wolfgang H., sehbehindert